Aufgedeckt: Modelsweek trifft Casting Teilnehmer
Bei einem Casting von Models-Week ist´s passiert. Unter den geladenen Gästen in einem Bochumer Nobelhotel war auch ein Teilnehmer eines britischen Popstar Castings. Das nahmen wir gleich zum Anlass uns ein ganz kurzes Interview geben zu lassen wie die Hergänge beim Casting waren, denn die Presse hatte berichtet, das der Sieger vor dem Urteil der Jury schon lange feststand.
Er und britische Zeitungen witterten damals einen Skandal. Nach ihren Berichten war bei den Londoner Castings schon im Vorfeld klar, wer den begehrten Popstar-Platz einnimmt. Die Entscheidung fiel am Ende der Castings und war absolut einstimmig," schlichte Hear`Say die erhitzten Gemüter ihrer Fans in einem offiziellen Statement zur Rekrutierung ihres Kym Marsh-Ersatzes.
Nachdem die englische Presse aufgedeckt hatte, dass Johnny Shentall bereits bei der britischen Chart-Band mit dem etwas infantilen Namen "Boom!" geträllert und getanzt hat, stand das Popbusiness in England Kopf. Im Medienwirbel um die vermeintliche Vorabsprache wollte eine Zeitung sogar herausgefunden haben, dass Shentall schon als Tänzer mit Hear`Say auf der Bühne stand.
Die Popstars bestritten aber, Johnny in ihrem Leben je getroffen zu haben und pochten weiter auf ihre Ehrlichkeit: "Keiner von der Band oder dem Management kannte Johnny persönlich. Die Castings waren offen für jeden. Wir haben zusammen entschieden, dass Johnny der Beste war".
Einige skeptische Fragen blieben für Modelsweek trotzdem noch offen. So war das neue Mitglied schon nach wenigen Stunden gefunden, obwohl 4000 hoffnungsvolle Popjünger extra zum Vorsingen nach London angereist waren. Im Vergleich zu der monatelangen Prozedur im Vorfeld der Bandgründung kann man das wohl einen schnellen Entschluss nennen.
Es war 17.02 Uhr. Die Aufzeichnung begann. Obwohl die Sendung nicht "live" gesendet wurde, waren jetzt alle fürchterlich aufgeregt. Das Warten ist vorbei. Assistentinnen führen die Kandidaten - immer noch getrennt zum Studio. Kerstin Steeger bekam kleine Mikrofone angesteckt. Im nächsten Moment saß sie auf einer Rutsche. Die Erkennungsmelodie ertönte. Kerstin rutschte ins Studio. Künstlicher Nebel steigt auf. Grell leuchten die Scheinwerfer. Die angereisten Zuschauer klatschten begeistert.
Die Sendung läuft. Ab jetzt geht alles furchtbar schnell. "Hast du dich heute schon geföhnt?" fragt der Modertor Jörg. Der war völlig verdutzt. Mit so einer dummen Frage hatte er nicht gerechnet. Jörg beginnt zu stottern.
Alle Fragen sind gestellt, die Punkte verteilt. Das große Finale beginnt - nur nicht für Kerstin sondern auch für andere Teilnehmer der Model Week. Sie ist letzter geworden. Jetzt schaut Sie nur noch zu. Anna dagegen spielte um den Gewinn des Abends. Sie schafft es. Die Schlussmelodie ertönt. Die Zuschauer verlassen den Saal im Hotel. Die Scheinwerfer gehen aus. Beide sind noch im mobilen Studio geblieben. Sie überlegten, was sie da eben erlebt haben. "Es war wie ein Spuk", sagt Brigitte. "Auf jeden Fall war es genauso schnell vorbei", antwortete Sigmund. Sie freut sich über ihren gelungenen Auftritt: "Das hätte ich nie gedacht, als ich heute morgen aufgestanden bin." Sie feiert mit einigen Klassenkameraden den Sieg.